Rad Fahren ist toll

Die Welt ist ein Moloch.
Sie zwängt den Geist in ein Korsett und überschwemmt ihn mit Unsinnigem und banalen, unwichtigen Dingen. Ein Feuerwerk von nichtsaussagenden Dingen wird in jeder Millisekunde auf einen gezündet. Man kann versuchen, dagegen anzustreben, doch man kommt auf keinen grünen Zweig.
Gestern beim Rad Fahren hab ich’s wieder gemerkt. Wenn man sich einen Waldweg hochkämpft, entfernt man sich von dieser Alltagswelt. Man hat nur noch das Rad, den Weg und den Wald und neben diesen plötzlich wieder sehr viel Platz in seinem Kopf. Die Gedanken schweifen plötzlich wie von selbst in jede erdenkliche Richtung ab, es gelingt auch plötzlich, die Alltagswelt aus einem objektiven Blickwinkel, sozusagen von oben zu betrachten (wenn man vom Berg herunter ins Tal blickt, betrachtet man die Welt sogar wirklich von oben). Man denkt völlig befreit über sich, andere, sich und andere und anderes nach. Wenn man dann wieder abfährt und schließlich unten ankommt, merkt man richtig, wie die Welt einen wieder in sich reinsaugt. Man kann nicht einmal den letzten Gedanken fertig denken, weil man schon wieder bombardiert wird: Einem Auto und nem Fußgänger ausweichen, statt der Stille vom Berg plötzlich Motorenlärm von der belebten Straße, jemandem zuwinken den man kennt…dann ist man auch schon wieder daheim und die anregende Atmosphäre ist restlos ausgelöscht.

Bei dem Wetter zur Zeit komm ich leider kaum mehr zum Fahren :(


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Kommentare

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  • Gebäudereinigung Hamburg: Toller Blog. Weiter so!
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