After-”Action”-Report

So gerade habe ich Effi Briest fertig gelesen.
Seltsames Buch. Die ersten zwei Drittel des Buchs sind wirklich unglaublich ätzend und langweilig zu lesen, man schläft ständig dabei ein oder überfliegt die Absätze nur. Zwischen irgendwelchem unwichtigen Geplänkel taucht dann plötzlich mal wieder ein wichtiger Absatz auf, aber nur um sofort wieder in die weitere Einführung unwichtiger Personen oder Orte überzugehen. Furchtbar. So etwa ab S. 230 (von 319 in meiner Ausgabe) kommt die Handlung dann doch noch ein bisschen in Schwung, denn das “Geschehen von zerstörerischer Unerbittlichkeit”, wie der Klappentext vermeldet, setzt endlich ein und erzeugt zum ersten Mal so etwas Ähnliches wie Spannung. Großes oder Überraschendes passiert aber trotzdem nicht.
Der Stoff hat im Gesamten zwar schon einen gewissen Bezug zur heutigen Zeit, aber durch die Positionierung in der Adelsschicht des späten 19. Jhdts., in der es noch Dinge wie Duelle usw. gibt, kann ich persönlich doch nicht so viel damit anfangen. Irgendwie verarscht muss sich aber die reale Vorlage von Effi Briest vorgekommen sein, die nämlich, wie der Anhang mir sagt, erst 1952 in Lindau gestorben ist. Also wenn in der Literaturwelt mein Leben diskutiert und analysiert werden würde…naja lassen wir das, es ist ein zu weites Feld ;)


  1. 1 A.

    Ach du hast die Heimfahrt vom Lautenbächer Wein”fest” doch noch überlebt?

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Kommentare

  • anon: Bin auf dieser Seite gelandet, als ich gerade nach Infos zur Hamburger...
  • Gebäudereinigung Hamburg: Toller Blog. Weiter so!
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  • vivi: ich bin auch der meinung, dass barack obama den friedensnobelpreis zu...