D1/Organisation/Aktuelles/Machts_gut.doc
Veröffentlicht 14. September 2007 in Bildung & Arbeit, Mein LebenWie versprochen…
Nachdem ich bereits vor zwei Wochen meinen letzten, total lockeren natürlich noch mal ganz arg anstrengenden Arbeitstag hatte, war heute der Tag des Abschieds gekommen: Nach 3 Jahren verlasse ich die Gesellschaft für Computersysteme, Organisation und Softwareentwicklung mit beschränkter Haftung (ohne nachzuschauen !), oder auch kurz COS.
Nicht freiwillig, nein, gezwungen von den skrupellosen Schindern des Kreiswehrersatzamts muss ich dieses fruchtbare Arbeitsverhältnis aufgeben und 9 Monate Frondienst für den Staat ableisten.
Obwohl drei Jahre eigentlich nicht so viel sind, hab ich eigentlich doch einiges mitgemacht, wie etwa den Umzug ins neue Firmengebäude, inklusive mehreren Gerümpelschleppaktionen, die Eingliederung einer anderen Firma, auch inklusive mehreren Gerümpelschleppaktionen oder die hardwaretechnische Betreuung eines örtlichen Großunternehmens, ja ähm, inklusive mehreren Gerümpelschleppaktionen. Aber auch bei meinen normalen Tätigkeiten ist es mir selten langweilig geworden, denn es gab eigentlich immer wieder was Besonderes, sogar bei der unspektakuärsten aller Arbeiten, dem Einkuvertieren von Briefen: Die Faltmaschine, die ich in meinen ersten Arbeitswochen einmal fast in den Bürogerätehimmel befördert hätte, lies nämlich kaum eine Gelegenheit aus, sich dafür an mir zu rächen und verstopfte sich regelmäßig selbst.
Und dann war da ja noch mein ganz persönlicher Erzfeind: Der Plotter. Er verfügte über die Eigenschaft, etwa alle zwei Wochen einen seiner vier Tintenkreisläufe in irgendeiner Weise so zu manipulieren, dass kein Tröpfchen der betroffenen Farbe mehr den Weg auf’s Blatt fand. Dann lag es an mir, das absolut undurchschaubare Verhalten dieser Maschine zu analysieren und sie in einer regelrechten Tintenschlacht wieder zu reparieren - bis zum nächsten Mal. Auch in der Hardware-Abteilung gab es einiges für mich zu tun, so kann ich z.B. inzwischen PCs einhändig und mit verbundenen Augen zusammenbauen und habe durch diverse Troubleshooting-Aktionen auch eine wichtige Stufe auf dem Weg zu besserem Verständnis von Computern erklommen, nämlich die Erkenntnis, dass wir sie vermutlich niemals verstehen werden. Auch in anderer Weise hab ich noch Nutzen aus der Arbeit dort gezogen, so kenne ich das PWO-Gelände inzwischen wie meine Westentasche, bin mit den Angestellten von Post, Lidl und Reisebüro quasi perdu und zusätzlich Großmeister im Prospekte ringbinden.
Ein weiteres Kapitel wären da natürlich auch noch die lustigen, feucht-fröhlichen Betriebsausflüge und -feiern. Mal Go-Kart fahren, mal Hochseil klettern, stets gefolgt von einem Besäu kleinen Umtrunk….aber eigentlich will ich an dieser Stelle auch nicht zu viel Worte darüber verlieren. Für nähere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Matthias B. :-)
Nicht zuletzt verdanke ich mein 1,0er-Abi, wie einige Kollegen immer wieder gern feststellen, natürlich auch nur der Arbeit bei COS, denn dort konnte ich die wirklich wichtigen Dinge des (Arbeits-)Lebens lernen und nicht nur den realitätsfernen Schrott, den unsere Lehrer uns vermitteln.
Im Rückblick muss ich auf jeden Fall sagen, dass die Arbeit dort alles in allem echt Klasse war und das ganze sehr viel Spaß gemacht hat. Variable Arbeitszeiten, lockere Atmosphäre und super Kollegen…sagt mal, wird in 5 Jahren bei euch vielleicht eine Stelle für einen Diplom-Physiker frei ? ;-)
Macht’s gut und schaut ab und zu mal noch hier vorbei, wenn ihr mal wieder im Büro sitzt und nicht wisst, was ihr gerade tun sollt…
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Kommentare
- anon: Bin auf dieser Seite gelandet, als ich gerade nach Infos zur Hamburger...
- Gebäudereinigung Hamburg: Toller Blog. Weiter so!
- vivi: für die spontanen aussagen eine 1+ mit sternchen:D wie man nur so...
- vivi: ich bin auch der meinung, dass barack obama den friedensnobelpreis zu...
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Das mit dem Plotter ist aber ein allgemeines Problem das alle Geräte haben die man an Computer anschliesen kann die irgendwelche Dinge bedrucken ;> Die waren, sind und werden immer unergründlich bleiben… ich hab ja schon so ziemlich alles an den Kisten herausgefunden, aber meinst ich habs gerafft warum mein alter Tintenstrahldrucker nichtmehr gehen wollte Oo ?! Wahrscheinlich war es das… er “wollte” einfach nichtmehr ;>
lg