Das ist noch echte chinesische Wertarbeit
Veröffentlicht 19. September 2007 in Politik und GesellschaftOkay, “Made in China” stand noch nie für solide Qualität und Zuverlässigkeit, aber was in den letzten Tagen und Wochen da aus dem Motor der Weltwirtschaft herausdrang, zeugt nicht gerade von Weltwirtschaftstauglichkeit. Sklavenskandale, menschenwidrige Arbeitsbedingungen, massive Umweltprobleme, Produktfälschungen und kürzlich giftige Materialien. Diverse Skandalmeldungen gingen durch die Medien und China hat hier sicher enorme Imageeinbußen verzeichnen müssen und vor allem das Vertrauen importierender Volkswirtschaften verloren.
Die Unterschiede zwischen den alt-eingesessenen Industriemächten und dem neuen, sich mit diesen wohl fast auf einer Ebene sehenden China treten immer deutlicher hervor. Die klassischen Wirtschaftsnationen haben eben doch noch einen deutlichen Vorsprung, auch wenn er sich zunächst nicht direkt im BSP (oder BNE, wie es seit 1999 heißt) niederschlägt, was aber auch kaum verwunderlich ist, den China befindet sich zur Zeit in einem ähnlichen Prozess wie die europäischen Staaten im 19. Jahrhundert und kann eben noch nicht auf 120 Jahre Rationalisierung und Optimierung zurückblicken. In Zeiten von dynamischen, weltumspannenden Wirtschaftsabläufen darf sich China aber nicht ganz so viel Zeit lassen, zumal mit Indien ein weiteres Schwergewicht bald in den Ring geht. Viel Schützenhilfe erhält China hierbei von den Industrien anderer Länder, die sich auf das Abenteuer China mit seinen kleinen und großen Hindernissen einlassen, um ihrerseits das ungemein hohe Wachstumspotenzial des chinesischen Marktes nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Doch Skandale wie die obigen Schrecken diese mehr und mehr ab. Die Weltwirtschaft verlangt nun einmal Transparenz und - dank ihrer westlichen Prägung - eben auch Menschenrechte.
China hat hier von staatlicher Seite ein ungemein hohes Potenzial, da sich Beschlüsse und Gesetze, durch das politische System wesentlich schneller umsetzen lassen. Doch dazu muss die Regierung sich von ihren kommunistischen Erblasten befreien und den typischen Kurs “Ignorieren, Verdrängen(, Erschießen) und Weitermachen” ablegen, nach innen kann das vielleicht funktionieren, nach außen aber sicherlich nicht. Sie muss eben auch Reformen durchsetzen, die das Wachstum vielleicht kurzfristig bremsen, wie Umweltverordnungen, bessere Arbeitsbedingungen oder effektiveren Patentschutz, längerfristig tun sie der chinesischen Wirtschaft auf jeden Fall nur gut.
zum Thema:
- Spiegel online, 14.9.07
- N-TV.de, 12.9.07
- Apropro “Ignorieren und Weitermachen”
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- anon: Bin auf dieser Seite gelandet, als ich gerade nach Infos zur Hamburger...
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@pm was sklavenskandale, menschenwidrige Arbeitsbedingungen, massive Umweltprobleme, Produktfälschungen und giftige Materialien betrifft erzähl uns mal was neues…das china ein ernsthaftes probleme mit menschenrechten, marken, der umwelt und überhaupt mit allem was in irgendeiner art un weise poitiv ist ist doch schon längst bekannt…da werden menschen fast zu tote geprügelt nur weil sie es doch tatsächlich wagen über ihre regierung zu lästern bzw sie zu kritisieren…boah wie können diese bösen fiesen menschen nur darauf kommen offen und frei ihre meinung sage wo sie doch in einem “demokratischen” staat leben…
Wow, kein Dialekt!
Sorry :D
na da staunsch ;D
herr lord von schwuchtel ritter ;D
Das Größte Problem für die westlichen Wirtschaftsnationen ist wohl, dass China sich nicht mehr länger als Werkbank der Welt ansehen lassen will, sondern auch selbst innovativ werden möchte, d.h. eigenständig und unabhängig von den Denkern des Westens, was vor allem durch Piraterie geschieht, aber auch durch immense Bildungsausgaben und den allgemeinen Aufstiegswillen im Volk. Das Problem dabei ist jedoch, dass chinesische Waren durchaus qualitativ hochwertig sein können und dass nicht nur Textilien und DVD-Player exportiert werden, die Chinesen also oftmals nicht mehr abhängig von deutscher Spitzentechnologie -die zweifelsohne der Boden unserer Industrienation ist- sind. Ich sehe daher auch eine große Gefahr darin, dass Staaten wie Deutschland, die fast keine Rohstoffe, sondern nur Technologie und kluge Köpfe haben, die Grundlage genommen wird.
zum kommentar patrick aka “herr lord von schwuchtelritter” :
patrick gibts seit montag abend nicht mehr. es existiert nun nur noch GAYLORD PATRICK
musste angemerkt werden. tja batt. so kann’s kommen^^
Das Problem ist das China zu einem Riesigen Rohstofffressenden Monster mutiert, da China bei dem Wirtschaftswachstum überhaupt keine Möglichkeit hat sich selbst zu versorgen und so ziemlich alles importiert, was zu imensen Umweltproblemen führen kann und wird. Siehe die Holzimporte aus Russland oder allgemein Altpapierimporte etc…
@sepp gaylord hört sich doch meeega assi an er war ein ritter als von adel also “lord von schwuchtelritter” isch zwar länger aber hört sich besser an ;D
@pm sorry ich kann nix dafür ohne dialekt gehts bei mir einfach ned^^ kansch mir nomal verzeihe das ich nix mehr dazu lern? ;D
also bei mir ist und bleibt er ab sofort de gaylord patrick.
da steckt ja au noch ein “lord” drin, also ist der adel ja auch benannt^^
Nur ein Gedanke:
Kann es sein, dass die Industrienationen schon seit Jahrzehnten damit beschäftigt sind, die Umwelt zu verschmutzen? Kann es sein, dass ihnen jetzt erst auffällt, dass das eigentlich nicht so gut ist? Wegen Klimawandel und so. Ist es dann nicht ein bisschen dreist von ihnen, den Sündenbock in dem aufstrebenden Chinesen zu entdecken? Dieser hat in der Vergangenheit, im Vergleich zu seiner Bevölkerung nämlich nicht so viel Umwelt verpestet.
Naja das Problem ist die momentan stattfindende Industrielle Revolution für die Europa einiges mehr Zeit hatte als China die das jetzt in wenigen Jahren nachholen und das dabei der Umweltschutz auf der Strecke bleibt ist nur mehr als logisch bei einem Wirtschaftswachstum von 10 % (ka ob das stimmt vielleicht bisschen mehr oder weniger auf jedenfall immens)… Das Problem ist das die führenden Nationen was Umweltschutz angeht da nicht unter die Arme greifen…
…obwohl die Technologie da ist!
@A wer bist du? - A² ?
ansonsten bitte name ändern!
Die Technologien gabs bei uns auch lange bevor sie überhaupt eingesetzt wurden…
…was aber auch daran lag dass sie zu teuer waren weil Benzin, Kohle etc. zu lange viel zu billig waren…
Jap das ist einer der Hauptgründe…
…wobei ich die jetzige Symbolpolitik (Biosprit und Rapsdiesel beimischen, obwohl das energetisch totaler blödsinn ist ) auch nicht gerade löblich finde…
Mehr Schein als sein… Man sollte an wirklich nützlichen Energiekonzepten forschen, sowie Kalte Fusion oder ähnliches.. Photovoltaik, Windkraft und Wasserkraftwerke sind zwar ein netter Ansatz aber liefern keinen nennenswerten Vorteil, da sie viel Platz brauchen und nicht viel Energie erzeugen. Ausserdem sind die ersten 2 Wetterabhängig was zB bei Nacht und ohne Wind denkbar schlecht fuer die Stromversorgung ist ;>
…weshalb ich das Forschungsprojekt mit dem ITER für sinnvoll halte. Weniger weitsichtig finde ich den weltweiten Atomkraftwerke-Bauboom - Das Uran geht dann halt auch in weniger als 50 Jahren aus…