Zivilehrgang in Hechingen
Veröffentlicht 28. September 2007 in Bildung & Arbeit, ErlebnisberichteNach drei Wochen Praxiseinsatz wurde ich in dieser Woche nun nach Hechingen zum ersten von insgesamt drei Lehrgängen beordert. Leider musste ich vorher feststellen, dass das Städtchen verkehrstechnisch an diese Seite des Schwarzwalds nur unterirdisch schlecht angebunden ist. Die 4-stündige Horrorzugfahrt (Abfahrt 5:18) konnte ich aber zum Glück umschiffen, indem ich einfach mit meinem Onkel, der in der Nähe arbeitet, hingependelt bin.
Untergebracht waren wir in einer größeren sozialen Einrichtung, eine seltsame Kombination aus Alterseheim, Kindergarten und Behindertentagesstätte. Wir hatten allerdings unser eigenes Stockwerk in unserem Gebäude, inklusive Freizeiträumen mit Kicker, TV und Computer. Die Kurse waren teilweise ganz okay und sogar ein bisschen interessant, aber teilweise leider auch staubtrocken und einschläfernder als eine Schlagersendung. Immerhin gaben die Dozenten sich Mühe…
Am lustigsten war die Einheit “Selbsterfahrung Behindertsein”, wo wir in kleinen Gruppen uns abwechselnd in den Rollstuhl setzen und Behinderte spielen durften. Der Nachmittag hat eigentlich allen ziemlich Spaß gemacht. Naja, außer dem örtlichen Renault-Händler, der wurde von einer Gruppe nämlich übelst verarscht: Nach einer halben Stunde Beratung über behindertengerechte Umbauten an einem Auto, stellte der “Behinderte” plötzlich fest: “Oh Gott, ich bin geheilt, ich kann wieder gehen !” und lief zusammen mit den anderen Zivis davon. Das fand der Händler dann doch nicht so lustig.
Abends mussten wir leider feststellen, dass Hechingen, verglichen mit dem etwa gleich großen Oberkirch, außerordentlich verschlafen ist. Überhaupt ist die Stadt ziemlich seltsam aufgebaut: Nicht nur, dass die Straßen im Gegensatz zu anderen Städten wie dem etwa gleich großen Oberkirch total verwinkelt, unregelmäßig und kurvig sind, die Stadt liegt zu dem noch halb auf einem Hügel und halb in einer Senke, was das Ganze in eine Ober- und eine Unterstadt trennt…
Aber wir kamen eigentlich trotzdem ganz gut zurecht, denn es gab in Gehreichweite einen Getränkeladen und eben besagte Freizeiträume. Ich glaube sogar, dass ich meine Kickerfähigkeiten in den fünf Tagen nennenswert verbessern konnte…
Auch wenn nicht ganz so viel Party ging, wie ich mir erwartet hatte, war es eigentlich trotzdem ganz lustig dort und ich konnte ein paar neue Leute kennenlernen.
Kommentare
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- Gebäudereinigung Hamburg: Toller Blog. Weiter so!
- vivi: für die spontanen aussagen eine 1+ mit sternchen:D wie man nur so...
- vivi: ich bin auch der meinung, dass barack obama den friedensnobelpreis zu...
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