Kaum ist die Fasent vorbei, werde ich krank. Eine fiese Grippe mit allen fiesen Symptomen wie Kopf- und Halsweh, Gliederschmerzen (sogar im Zahnfleisch !) und Fieber fesselt mich ans Bett und lässt meine Stimmung beinahe senkrecht in den Keller stürzen. Dann sitze ich plötzlich krankgeschrieben daheim und - es klingt eigentlich unvorstellbar - habe Langeweile. Kein Buch zu lesen, das Internet ist auch nicht mehr das, was es mal war und meine Einstellung zu Nachmittagsfernsehen kennt ihr ja. Ein Magazin, das am Mittwoch im Briefkasten lag, habe ich innerhalb von weniger als einem Tag verschlungen. Ein paar PC-Spiele verschaffen Kurzzeitspaß. Dann endlich werde ich wieder gesünder, verzichte aber noch auf die Freitagabendaktivitäten, um den Samstag nicht zu gefährden und ja, ich bin wirklich fit am nächsten Morgen. Mache sogar ein paar produktive Sachen am Nachmittag. Dann die Abendplanung: Leere. Entweder haben die Leute schon irgendetwas vor oder sie müssen lernen oder sind schlichtweg nicht erreichbar. Leere. Es ist wie verhext. Nur wenige (zwei) Hartgesottene halten noch zu mir, einen muss man erst noch mühsam vom Mathelernen bekehren. Notfallplan aufgrund des schon fortgeschrittenen Abends: Spätvorstellung im Kino: Der Krieg des Charlie Wilson. Eigentlich hatte ich nicht unbedingt vor, den Film im Kino zu sehen, aber Rambo läuft aber erst nächste Woche an und SAW 4…NEIN!. Also, auf geht’s !

Den Film kann ich übrigens nur weiterempfehlen. Sehr geil, vor allem wenn man sich ein bisschen für Politik, deren Abgründe und Satire interessiert und coole Sprüche mag. Das Irre ist, dass die Story auch noch wahr ist. Dass die USA den afghanischen Mudschaheddin in den 80ern moderne Waffen und Geld geliefert haben, ist nämlich eigentlich nur auf die Initiative eines amerikanischen Kongressabgeordneten und einige wenige Personen aus seinem Dunstkreis zurückzuführen. Der Film präsentiert das mit einem trockenen, teilweise subtilen, aber trotzdem ziemlich lustigen Humor mit grandioser Retrooptik (spielt ja in den 80ern) und echt geil herausgearbeiteten Persönlichkeiten, allen voran der allesverachtende CIA-Kotzbrocken, der selbst Präsentflaschen verwanzt und seinem Vorgesetzten die Büroscheibe einschlägt.

Auf jeden Fall haben wir so eigentlich noch einen sehr lustigen Abend erlebt, die Ödnis erfolgreich bekämpft und uns nebenbei noch politisch “weitergebildet” :)

Nachtrag: Oh, apropro Ödnis: Ich verschwinde die Woche jetzt dann erstmal nach Tübingen - Zivilehrgang.


  1. 1 lenny

    Bis zum Kino kann ich echt 100 % übereinstimmen mit der Story… Mich hats Donnerstag erwischt und Freitag lag ich dann mi 39°C Fieber im Bett und hab den ganzen Tag versucht zu schlafen wenn man das so nennen kann ^^. Dann SA nochn bissel mallad aber schon fähig ins Internet zu gehen und hier muss ich dir voll zustimmen:

    “Das Internet ist nichtmehr das was es einmal war.”

    Ich geh einfach irgendwie zu oft online. Es gibt einfach zu selten News oder sonstiges… der Tag gestern konnte nur einigermaßen gut durch stage6 überbrückt werden ;)

  2. 2 M.

    Mich hats so grippenmäßig leider auch erwischt und das in der klausurenzeit…..scheißdreck he…..aber morgen ists vorbei und dann wird gesoffen….nächsten Samstag bin ich dann am Start!

  3. 3 And1

    Salle!
    Lass ma hören was in Tübingen abgeht! Halbzeit dürfte vorbei sein! Hast schon außer Haus übernachtet ^^?
    greetz

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Kommentare

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