Periodisch wiederkehrende philosophische Science-Fiction
Veröffentlicht 9. März 2008 in Gedanken, ErlebnisberichteVor fast genau zwei Jahren gab es einen langweiligen Abend, an dem nichts ging. An jenem Abend sah ich bei meinem Freund Stefan zum ersten Mal den Film “2001: Eine Odyssee im Weltraum” von Stanley Kubrick. Es war irgendwie verstörend und trotzdem auch irgendwie erleuchtend. Ich habe sonst noch keinen Film gesehen, der die geistige Entwicklung des Menschen derart episch und dennoch kompakt darstellt - und der so rätselhaft ist. An jeder Ecke und jeder Kameraeinstellung kann man heruminterpretieren und obwohl die Story eigentlich aus fast nichts besteht und durch das langsame Tempo leicht zu verfolgen ist, kommt man irgendwann nicht mehr hinterher. In den kurzen Dialogen scheint jedes Wort so viel auszusagen wie in anderen Filmen ganze Szenen.
Als sinn- und antwortsuchender Homo Sapiens konnte ich den Film nie ganz vergessen, sodass ich mir schließlich ein Jahr später die Buchversion zu Gemüte geführt habe, die von Arthur C. Clarke in enger und vor allem paralleler Zusammenarbeit mit Kubrick entstanden ist. Das Buch gab manchmal Antworten, wo der Film einen im Unklaren ließ, aber auch nicht immer. Außerdem wich es in manchen Stellen auch deutlich ab. In jedem Falle wollte ich danach, mit dem zusätzlichen Wissen ausgestattet, den Film nochmal anschauen. Dies haben wir nun gestern, wieder ein langweiliger Abend und wieder fast ein Jahr später, getan. Aber die erhoffte wirkliche Erkenntnis blieb auch mit Absinthunterstützung leider aus. Es fielen uns eher noch viel mehr Details auf, die man auf die menschliche Evolution beziehen kann. Auf jeden Fall war es aber wieder ein Erlebnis.
Jedenfalls kann ich den Film nur weiterempfehlen. Wer aber seichtes Popcornkino erwartet, wird enttäuscht sein, dieser Film ist eher ein Kunstwerk. Verhält sich so ähnlich wie Comics im Vergleich zu Ölgemälden. Letzteres ist eigentlich langweiliger, aber man nimmt deutlich mehr mit…
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Kommentare
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- Gebäudereinigung Hamburg: Toller Blog. Weiter so!
- vivi: für die spontanen aussagen eine 1+ mit sternchen:D wie man nur so...
- vivi: ich bin auch der meinung, dass barack obama den friedensnobelpreis zu...
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Das einzig interessante an diesem Film, sind die realistisch dargestellten Weltraumszenen. Der Rest ist, ehrlich gesagt, einfach nur Schrott! Über zwei Stunden reine Zeitverschwendung!