Embryonale Stammzellen

Der Bundestag hat heute den Stichtag für den Import embryonaler Stammzellen auf den 1. Mai 2007 gesetzt. Damit dürfen Forscher nun auch embryonale Stammzellen beziehen, die jünger als die bisherige Grenze, der 1.1.2002, sind. In Deutschland dürfen embryonale Stammzellen nicht hergestellt werden, da dazu ein Embryo getötet werden muss. Für die Forschung war die Regelung bislang ein starker Bremsklotz, da die Stammzellen von vor 2002 qualitativ nicht mehr mit neueren Erzeugnissen mithalten konnten. Mit dieser Regelung dürfte den Forschern wohl nun wieder etwas Luft verschafft worden sein, auch wenn es einigen Hardlinern natürlich ziemlich gegen den Strich ging.
Aber politisch war das Ganze eigentlich nur eine Aufschiebung einer Entscheidung, denn an den embryonalen Stammzellen, den bislang einzigen in großem Maßstab produzierbaren und einsetzbaren Stammzelltypen, scheiden sich die Geister. Wissenschaft und Ethik prallen hier frontal aufeinander. Auf der einen Seite stehen die großartigen Perspektiven für die Medizin, die gleich eine ganze Reihe von bislang unheilbaren oder nur schwer heilbaren Krankheiten mit den Errungenschaften der Stammzellforschung kurieren könnte. Auf der anderen Seite steht die Frage, ob wir als Menschen überhaupt so tief in den Kreislauf des Lebens eingreifen sollten, ob es nicht irgendwo Grenzen für die Wissenschaft gibt.
Dass die Menschen eines Tages unsterblich sind, weil sie sich künstlich von jeglichen Krankheiten und Alterungsprozessen befreien können, wäre mit Sicherheit die größte Katastrophe, die der menschlichen Gesellschaft widerfahren könnte. Alle Werte und Moralvorstellungen wären plötzlich unterhöhlt oder aufgelöst. Die Menschen würden, plötzlich nicht mehr konfrontiert mit einem natürlichen Tod, sämtliche Relation zum Wert des Lebens verlieren. Die Gesellschaft würde im Chaos enden.
Doch so weit sind wir noch nicht.
Ich selbst halte die Stammzellenforschung für ein sehr fruchtbares Gebiet, dass uns mit Sicherheit noch viele neue Möglichkeiten bieten wird und wer weiß, vielleicht sogar mir oder einem von euch Lesern mal das Leben retten wird. Die Embryonentötung ist sicher ethisch nicht ganz vertretbar, aber sobald man verlässliche alternative Quellen für Stammzellen gefunden hat, wird das Thema ohnehin vom Tisch sein. Es ist nur fraglich, ob man für diese Übergangszeit nun die Forschung einfriert oder eben weiterführt. Es wird sowieso so sein, wie im Mittelalter, als es ethisch nicht vertretbar war, den menschlichen Leib zu sezieren - irgendeiner tut es irgendwann doch.


  1. 1 A.

    Problematisch ist ja auch, dass gerade wir abendländischen, mehr oder minder christlich erzogenen die großen Ängste haben und somit die Forschung bremsen. Währenddessen ziehen uns Länder davon, die anscheinend weniger Skrupel haben, auch für uns ethisch bedenkliche Wege zu gehen und uns somit in der Forschung davonziehen können. Damit meine ich vor allem Länder wie China, wo schon einiges geschieht, was bei uns noch undenkbar wäre. Möglicherweise wird dein Endzeitszenario tatsächlich mal zumindest in Ansätzen auftreten, und dann entsteht hier wirklich am Ende ein neuer Markt, bei dem sich die wohlhabende Gesellschaft -ich lehne mich jetzt ein wenig an den Film “Die Insel” an- künstlich am Leben halten kann. Fruchtbares oder furchtbares Gebiet?

  2. 2 J.

    ääähm keine natürliche Tode mehr keine gute idee hoffen wir mal das wir NIEMALS soweit kommen…den alte leute sagen immer alt werden ist nicht schön…

  3. 3 C.

    Erst kürzlich ist es doch Forschern gelungen, mithilfe von Viren beliebige Körperzellen zu Stammzellen zu verjüngen. Ich schätze, in naher Zukunft werden diese dann die embryonalen Stammzellen in der Forschung ablösen. Dann dürfte auch ethisch gesehen der Stammzellenforschung nichts mehr im Wege stehen.

  4. 4 lenny

    Vorher werde ich mich daran machen die Ultimative Bombe zu bauen. Überlegt euch doch Tokio Hotel oder Daniel Kübelböck würden nie sterben und immer Jung bleiben! Grausige Vorstellung!

    Wer mich finanziell unterstützen will beim Bau kann sich bei mir melden dann bekommt ihr die Kontonummer. Achja und wer noch etwas waffenfähiges Plutonium hat - nur her damit!

    äääh .. so far ;)

    gruß an euch …

    … und ja Herr Schäuble an Sie auch!

  5. 5 ignore

    Naja, die Frage ist eigentlich nur, werden wir das noch Miterleben? Klar werden wir die Anfänge noch miterleben, also Krankheiten heilen usw. aber sollte es jemals zu dem Horrorszenario von PM kommen, dann glaube ich nicht, dass wir dies noch erleben. Die Forschung macht zwar rasante Fortschritte aber so schnell dann doch nicht.

    @lenny: Ich denke das Plutonium könnten wir besorgen^^! Doch bis du diese Bombe gebrauchen könntest gibt es mit garantie etwas besseres! Ich denke da z.B. an eine unkontrollierte Kaltfusion oder so!!!

  6. 6 lenny

    Nur zu Testzwecken gedacht. Bin auf dem Gebiet noch Anfänger daher ist erstmal Grundlagenforschung angesagt und Plutonium eignet sich sehr gut für Testzwecke. Allerdings fehlt mir noch TNT. Also nur her damit :D

  7. 7 A.

    Ihr liegt alle falsch.

    Tokio Hotel kann nur im Schicksalsberg endgültig vernichtet werden.

  8. 8 ignore

    Ne, das geht viel einfacher! Man muss nur dafür sorgen, dass Bill kein Haarspraymehr bekommt. Dann dreht er durch, da er vielleicht nicht mehr ganz so wie ne weibliche Schwuchtel aussieht, bringt die anderen 3 um, wird psychotisch und begeht selbstmorg!!!

  9. 9 J.

    er müsste nur einfach zu geben das er schwul ist (was man ja deutlich sieht das es so ist) und den rest würden dann die 11-14 jährigen weiblichen fans erldigen ;)

  10. 10 ignore

    oder so^^, man das gefällt mir, von den stammzellen zu lästern über tokio hotel^^

  11. 11 J.

    wie die waschweiber hier :P :D

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Kommentare

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