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Werbung in eigener Sache

Es ist mal wieder soweit:
Am Wochenende spiele ich Theater, und zwar nicht nur ich, sondern auch noch neun andere Spieler aus der Laienspielgruppe der Kolpingsfamilie Lautenbach. Wer Zeit und Lust hat und mal etwas Abwechslung von dem Fasentstrubel sucht, der sei hiermit herzlich eingeladen zu kommen.

Die Aufführungen finden Samstag, 31.1., um 20:00 Uhr und Sonntag, 1.2., um 19:00 Uhr in der Neuensteinhalle in Lautenbach statt. Einlass ist jeweils eine Stunde vorher.

Und Fans von mir dürfen sich besonders freuen, ich spiele nämlich die Hauptrolle :-)

Es reicht langsam mal

Ok, der Flugzeugabsturz bzw. die Notlandung war spektakulär und der Pilot sollte auf jeden Fall auch gewürdigt werden.
Aber jetzt nach zwei Tagen da hat sich das ganze zu einer wahren multimedialen Lawine ausgebreitet. Man kommt nirgendwo mehr an dem Unglück vorbei. Nach der ersten Welle, den Unglücksberichten, die den minutiösen Ablauf schildern, kam die zweite, die nach Ursachen fragte und nun schließlich die dritte, die Helden und Antihelden des Unglücks feiern und verfluchen. An erster Stelle ist hier natürlich der Pilot im Fokus, aber auch die Passagiere rücken mehr und mehr ins Licht.
Das Schlimmste ist aber, dass nun alles, was mit dem Unglück irgendwie in Verbindung steht, total plattgewalzt wird. Da läuft im Fernsehen ein Interview mit dem Vogelschlag-Beauftragten des Düsseldorfer Flughafens, der erklärt, wie er Flugzeuge gegen Vögel schützt. Im Internet tauchen plötzlich auf jeder Seite Artikel auf, die alles erklären, von den Auswirkungen von Vogelschwärmen auf Triebwerke, über Wissenschaftler, die dies testen bis hin zu wirklich seltsamen Austrieben, wie zum Beispiel diesem.
Also mal im Ernst, wenn der Absturz nicht in New York, sondern in Odessa so passiert wäre, da würde doch nach nem Tag kein Hahn mehr danach krähen.

Das einzig wirklich witzige an der ganzen Sache fand ich den Kommentar des FBI: “Keine Anzeichen für Terroranschlag”.
Al-Quaida bildet ja auch noch keine Vögel in ihren Terrorcamps aus…

Frohe Weihnachten !

Obligatorisch wie jedes Jahr, wünsche ich allen meinen regelmäßigen und unregelmäßigen Lesern und auch denen, die hier nur wegen der Bilder da sind,

Fröhliche und erholsame Weihnachtsfeiertage

Die folgenden Ausführungen sind rein fiktiv und nicht in Wirklichkeit so passiert. Die Inhalte jedoch sind höchst realistisch.

Teil 1

Freitagmorgen, kurz vor halb Acht. Ich komme nach einem kurzen Sprint durch das Dorf leicht außer Atem am Bahnhof an und suche zunächst den Automaten auf, um mir eine Monatskarte für den heute beginnenden neuen Monat zu kaufen. Nach Eingabe der Zielnummer und Ausgabe des Preises zeigt mir der Automat mal wieder an, dass die Bezahlung mit Geldscheinen leider nicht möglich ist. Da ich zufällig keine 47 € in Münzen bei mir habe und die Bezahlung mit EC-Karte auch nicht möglich ist, beschließe ich, zunächst einmal einfach so einzusteigen. Mehr Zeit bliebe mir ohnehin nicht, denn der Zug fährt ja schon ein. Und der ist, wie ich schnell feststelle, leider mal wieder total überfüllt mit kleinen, lauten, hyperaktiven Schulkindern. Und die Luft ist derart miefig, dass ich ebenfalls schnell feststelle, dass die Kinder noch unter dem Alter sind, ab dem man täglich zu duschen beginnt. Immerhin steigen die meisten von ihnen zwei Stationen später schon aus, sodass ich ab da sogar einen Sitzplatz ergattern kann. Dann, wie kann es anders sein, erblicke ich plötzlich ein absolut griesgrämiges, gelangweilt dreinschauendes, aber mir wie allen anderen Fahrgästen auch dennoch wohlbekanntes Gesicht.
(griesgrämig) “Guten Tag, die Zugestiegenen die Fahrschein bitte.”
Es ist einer der etwa drei Fahrkartenkontrolleure, die hier regelmäßig unterwegs sind.
Ich erkläre freundlich, dass es mir nicht möglich gewesen sei, eine Karte zu holen und ich es natürlich so bald wie möglich nachholen werde. Diese Argumentation stößt ihm natürlich absolut sauer auf und er versucht mir wenigstens ein Vorzeigen der Karte im Büro des Verkehrsverbunds inklusive 7 € Willkür-Bearbeitungsgebühr aufzudrücken. Vier Minuten Diskussion, eine Haltestelle und eine ganze Ladung griesgrämiger Blicke später habe ich meine Schlacht zum Glück gewonnen.
Doch der Krieg geht weiter: Ich werde nun auf die im Vierer neben mir sitzende Gruppe von unterbelichteten Gorillas aufmerksam, und zwar aus genau zwei Gründen: Erstens tragen die Gorillas kein Fell sondern hässliche, glitzernde und ihnen eigentlich viel zu große Hosen, dicke Jacken mit Pelzkapuze und New Yorker-Mützen in schräg abstehendem Winkel. Zweitens spielen sie an ihren Multimediahandys verschiedene Ghettohits ab - leider in Konzerthallenlautstärke und, noch viel schlimmer, in Wechselintervallen von ca. 15 Sekunden. Aber ich bin inzwischen ja abgehärtet und außerdem kommt da auch schon meine Umsteigestation, also schnell raus und hoffen, dass der Zug dann vor der nächsten Station entgleist und explodiert.
Nun warte ich also am Bahnsteig auf meinen Anschlusszug, einen Regionalexpress. Ich nutze die Zeit und versuche nochmals, mir eine Karte zu lösen: Versuch Eins am Automat des Verkehrsverbunds scheitert leider, weil dort keine anderen Abfahrtsbahnhöfe eingestellt werden können als der aktuelle Bahnhof. Versuch Zwei am Automat der Deutschen Bahn scheitert leider ebenfalls. Dort gibt es zwar eine Auswahlmaske für den Abfahrtsbahnhof, die friert aber ein, sobald man die Vebundsmonatskarte auswählt. Ich laufe wieder ein paar Meter rüber in Richtung Schienen und beginne eine Unterhaltung mit einem Bekannten, die jedoch jäh unterbrochen wird, als plötzlich ein überschneller und überlanger Güterzug durchrast, der neben unglaublichem Lärm auch noch einen eiskalten Fahrtwind mit sich bringt. Ein paar Minuten später ist von unserem RE leider immer noch nichts zu sehen, dafür aber zu hören: “Der RE XYZ von da nach dort hat leider ca. 12 Minuten Verspätung, wir bitten sie um Entschuldigung.” Na toll…

20 Minuten später steige ich endlich in den Zug ein.

Seit gut einem Monat und einer Woche bin ich jetzt Student an der Uni Karlsruhe. Seither ist es hier auch leider etwas sehr still geworden.
Das Studium ist bis jetzt ganz in Ordnung und teilweise auch überaus interessant. Etwas stressiger als erwartet sind leider die Übungsblätter, die wir Woche für Woche bearbeiten müssen, aber man gewöhnt sich dran. Wenn es nur unsere Professoren rechtzeitig geschafft hätten, mal die neue Prüfungsordnung für den Bachelor-Studiengang festzulegen, denn dann müssten nicht dauernd die Benotungsschemen und Klausurpläne geändert werden. Letzte Woche war es endlich soweit. Irgendwie pflanzt sich das organisatorische Chaos, das man so von der Schule her kennt, an der Uni fort… Naja, meine Kommilitonen sind übrigens sehr in Ordnung, zumindest die von den insgesamt 210 Erstis, die ich bisher kennengelernt habe. Beim Lösen von den Übungsaufgaben helfen alle gern einander und erklären so gut es geht. Wir sind ja schließlich Physiker und keine Jura-Studenten :-) Und außerdem müssen wir zusammenhalten im Kampf gegen unseren allwöchentlich wiederkehrenden Erzfeind, dem Übungsblatt in theoretische Physik.
Es ist auch ganz interessant, wie verschieden die Menschen hier sind und wie sehr sich doch manche Klischees erfüllen. Ungepflegte, langhaarige Bleichhautskelette, verwirrte, weltfremde aber hochintelligente Professoren, Mannsweiber in Maschinenbau und metrosexuelle Wirtschaftswissenschaftler - wer denkt, das wären alles unrealistische Stereotypen, den lade ich gern mal an die Uni ein. Gern auch auf nen Kaffee, denn das ist nur eins von den vielen Produkten, die im Dunstkreis der Uni hier zu absoluten Billigpreisen angeboten werden. Sehr löblich - und auch dringend notwendig für den Studi-Geldbeutel. Essen gibt’s ab knapp 2 € in der Mensa, Kaffee ab 30 Cent, Bier ab 70 Cent. Da lässt sich’s doch leben.
Der einzige Wehrmutstropfen in letzter Zeit war allerdings das ständige Pendeln. Mir gingen jeden Tag an die 3 Std. verloren, was mir dann natürlich an Freizeit gefehlt hat. Darum war es hier unter anderem so still. Aber das hat jetzt dann zum Glück ein Ende, denn am Wochenende beziehen wir endlich unsere chaotische, freaky, Party-Spaß-Vierer-WG in der Karlsruher City.
Ich denke, das Pendeln werde ich nicht vermissen, aber eine Erfahrung war es allemal… Übrigens, dieser Blog wäre nicht dieser Blog, wenn nicht noch ein Artikel darüber käme… ;-) Den schreibe ich dann aber von meiner neuen Wohnung aus.

Wobei… so ganz pendelfrei verläuft mein Leben zunächst doch noch nicht, ich muss nämlich vorläufig doch einige Male unter der Woche heimfahren. Warum ?

Nun ja, ich spiele bald wieder Theater…




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Kommentare

  • anon: Bin auf dieser Seite gelandet, als ich gerade nach Infos zur Hamburger...
  • Gebäudereinigung Hamburg: Toller Blog. Weiter so!
  • vivi: für die spontanen aussagen eine 1+ mit sternchen:D wie man nur so...
  • vivi: ich bin auch der meinung, dass barack obama den friedensnobelpreis zu...